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[Video Feature]
Fixiert auf Innovation: Suche nach der Geheimwaffe 06.05.2008 Die Formel 1 ist ein Sport, der niemals schläft, und in der deutschen Zentrale von Panasonic Toyota Racing in Köln sind praktisch rund um die Uhr ambitionierte Technikspezialisten auf einer permanenten Suche nach verbesserter Leistung. ![]() Ob das Testen von neuen Teilen im Windkanal, die Analyse der neuesten Daten von der Strecke, um dem TF108 ein weiteres Quentchen Performance abzuringen, oder die Infragestellung herkömmlicher Ansätze am Reißbrett – die Suche nach Verbesserungen kennt kein Ende. Mehrmals im Jahr nimmt das Team eine gründliche Überarbeitung des Wagens vor, was auch 2008 bereits für die Großen Preise von Australien und Spanien geschehen ist. Darüber hinaus erfolgen aber auch ständig kleinere Modifikationen für praktisch jedes einzelne Rennen und jeden Test, womit dem Toyota-Konzept des "kaizen", d.h. kontinuierliche Verbesserung, voll entsprochen wird. Diese aerodynamischen Verbesserungen – eine kleine Verstellung am Winkel einer Flügelklappe oder die geringfügig geänderte Gestaltung eines Teils – sind nicht immer unmittelbar sichtbar, diese kleinen Schritte können sich aber zu einem großen Effekt addieren. Mechanische Modifikationen liegen praktisch immer unter der Verkleidung versteckt. Die Entwicklung des TF108 erstreckt sich über eine Reise durch Europa und darüber hinaus – stets auf der Suche nach dem heiligen Gral der Formel 1, einer Geheimwaffe, die den Konkurrenten auf der Strecke das Nachsehen gibt. Das Nervenzentrum dieses High-Tech- und hochintensiven liegt in Köln, die Sphäre des Formel-1-Teams erstreckt sich aber in die ganze Welt hinaus und bezieht auch Zulieferer auf drei Kontinenten, Testwochen in sechs Ländern (2008) und Aerodynamiktests auf Menorca und im belgischen Lommel ein. ![]() Ein Blick auf die Aktivität des Testteams von Panasonic Toyota Racing im Jahre 2007 verdeutlicht, welches Maß an Engagement hier involviert ist: Es absoliverte über 5.000 Runden in offiziellen Tests über 52 Tage, mit fünf verschiedene Piloten im Cockpit. Alle Beteiligten haben dasselbe Ziel: Erfolg in der Formel 1. Dies ist kein einfaches Vorhaben, wenn man bedenkt, dass auch alle anderen Teams gleichermaßen hart daran arbeiten, zur Konkurrenz aufzuschließen oder dieser voraus zu bleiben. Toyota hat während seiner gesamten Tätigkeit immer wieder gezeigt, dass das Unternehmen Herausforderungen engagiert aufgreift und stets um Innovationen bemüht ist, was die Formel 1 zum idealen Schauplatz macht. In diesem Feldzug bleibt nichts unversucht, und wie Dieter Gass, Chefingenieur für den Renn- und Testbetrieb, erläutert, kann schon die kleinste Verbesserung einen reellen Einfluss auf das abschließende Ergebnis haben: “Wenn man etwas in der Tasche hat, das die Performance des Wagens verbessert, auch wenn es nur eine Zehntelsekunde ist, ist das zu jedem Zeitpunkt in der Saison sehr, sehr wertvoll. Das Feld liegt so dicht zusammen, dass schon eine oder zwei Zehntel am Ende des Rennens einen sehr großen Unterschied ausmachen.” Aber wo findet ein Team Raum für solche Verbesserungen, wenn nach einer ausgiebigen 12-monatigen Entwicklungszeit ein neues Auto den Weg vom Reißbrett zu den ersten Saisontests auf der Piste schafft? ![]() Luca Marmorini, Senior General Manager für den Motorbereich, meint: “Wir arbeiten hart, weshalb sich unsere Motorleistung im Laufe der Saison verbessert, auch in Anbetracht der Regelungen. Wir haben uns angesehen, wie wir den Motor nutzen, und uns dabei auf Faktoren konzentriert, die nicht direkt die Rundenzeit beeinflussen, aber einen wesentlichen Teil der Performance des Autos über das gesamte Rennen ausmachen. Wir arbeiten daher an der Verbesserung der Kraftstoffeffizienz, weil dies einen Einfluss auf das Gesamtresultat hat, auch wenn es den Wagen nicht schneller macht. Auch über die Aerodynamik lässt sich viel erreichen, wobei das empfindliche Gleichgewicht zwischen Top-Speed, gutem Grip und konstanter Balance immer wieder Möglichkeiten zur Verbesserung bietet. Das Chassis-Konstruktionsteam hat sich zu Saisonbeginn ein streng geheimes Ziel für den aerodynamischen Wirkungsgrad gesetzt – und erwartet bedeutende Fortschritte mit jedem neuen Paket. Zum Beispiel enthielt das Paket für den Großen Preis von Spanien neue Kamerahalterungen an der Nasenseite als Teil des neuen Frontflügels, eine neue Gestaltung von Motorabdeckung und Abgasöffnungen und neue Abdeckungen bei den Hinterradfelgen. Dies wird in der Türkei im Rahmen des laufenden Entwicklungsprogramms mit neuen Teilen weiter optimiert. Nach Ansicht von Team-Manager Richard Cregan ist dieser Prozess der kontinuierlichen Weiterentwicklung absolut unentbehrlich, um sich in der Formel 1 behaupten zu können. “Wer nicht zu jedem Rennen der Saison etwas Neues mitbringt, der fällt weiter zurück,” meint er. “Wenn man nur versucht, seine Position unter den Teams zu halten, wird es schwierig.” “Man muss also zu jedem Rennen etwas Neues im Wagen bringen. Man muss mit neuen Ideen kommen, vielleicht revolutionären Ideen, und wer das kann, der ist das Team, das am Ende ganz oben steht.” Bei Panasonic Toyota Racing motiviert der Drang nach Innovation ein Team aus hochqualifizierten Ingenieuren, die stets nach neuen Wegen suchen. Richard weiter: “Was man anstrebt, in vielerlei Hinsicht, ist mit etwas aufzuwarten, das wirklich bahnbrechend ist. Es braucht mehr als eine reine Weiterentwicklung dessen, was schon vorhanden ist, denn draußen antreten und gewinnen geht nur, wenn man etwas Neues hat. Dies setzt sich über die gesamte Saison fort, in der Formel 1 gibt es keinen Stillstand.”
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